In der Schweiz werden jährlich 8 Milliarden Franken für elektrische Energie ausgegeben, rund 12% davon für Beleuchtung.
Mit geeigneten Massnahmen in der Beleuchtung könnten in der Schweiz 3,5 Milliarden KWh pro Jahr eingespart werden. Dies ist mehr als das KKW Mühleberg vor seiner Abschaltung produziert hat und entspricht dem gesamten Elektrizitätsverbrauch des Kantons Tessin.
Die so genannte Lichtverschmutzung hat in den letzten Jahrzehnten – jüngst leider auch unter dem Einfluss des LED-Booms – massiv zugenommen. Heute gibt es in der ganzen Schweiz keinen Ort mehr, wo in der Nacht natürliche Dunkelheit erreicht wird.
Das sichtbare Licht besteht aus einem Spektrum unterschiedlicher Farbanteile. Der blaue Teil des Lichts hemmt die körpereigene Produktion des Schlafhormons, weshalb Menschen und Säugetiere auf diese Lichtanteile besonders empfindlich reagieren.
Etwa ein Drittel aller Wirbeltiere und zwei Drittel der wirbellosen Tiere sind nachtaktiv. Sie alle reagieren unterschiedlich auf künstliches Licht; viele Insekten werden von Lichtquellen bspw. magisch angezogen. Lichtsuchende Insekten sterben an Übermüdung oder verbrennen an den oft heissen künstlichen Lichtquellen. Hochrechnungen für die Schweiz gehen davon aus, dass hier in einem Sommer 1 bis 5 Milliarden Insekten zu Grunde gehen.